Wenn der Honig hart wie Stein wird

Wenn man aktuell mit Imkern spricht, hört man immer wieder den Begriff “Melezitose”.

Um zu verstehen, was das genau ist, müssen wir etwas ausholen: Bienen produzieren den Honig vorwiegend aus Nektar, welchen sie von Blüten einsammeln. Daneben gibt es allerdings noch eine weitere Rohstoffquelle, den sog. “Honigtau”, einem Ausscheidungsprodukt von (Blatt)Läusen. Dieser “Honigtau” enthält neben den üblichen 1-fach Zuckerarten Glucose und Fructose auch einen sog. 3-fach Zucker – eine Verbindung aus 2x Glucose und 1x Fructose – Melizitose genannt.

Dieser aus Honigtau gewonnene Honig ist als Waldhonig sehr beliebt. Wird jedoch der Anteil des 3-fach Zuckers zu groß, neigt er zum Auskristallisieren. Dies kann so weit führen, dass sich der Honig nicht mehr aus seinen Waben ausschleudern lässt. Er bleibt in den Zellen und verklebt diese. Der Imker spricht dann auch von “Betonhonig”.

Qualitativ ist der Honig nach wie vor sehr gut, lässt sich jedoch nicht in Gläser abfüllen, was sich wirtschaftlich auswirkt. Mitsamt der Wabe als “Wabenhonig” zu vermarkten ist (noch) nicht üblich.

Schön dargestellt wurde dies auch in einem Artikel auf der ORF-Homepage vom 20. Juli 2024.


Das Titelbild wurde mithilfe von ChatGPT erstellt.